Im Schatten der Nacht ( 52/ger ) neu

Mai 4, 2009 at 08:57 (5584, Allgemein, Allgemeines, Angst, Drama, Erinnerungen, Freiheit, Gedanken, Gefühle, Geschichten, Gewalt, Liebe, Literatur, Psychothriller, Sehnsucht, Träume, schreiben) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

„Warum ist es für dich so schwer nach zu geben?”

„Sie schweifen vom Thema ab!” Bennedikt lies ihn los. Paulsen betrat den Raum. Er schüttelte Labbock die Hand, dann Bennedikt. Als er die Fotos bemerkte. Das Mädchen hatte er schon mal gesehen, was aus ihr geworden war wusste er nicht. Labbock sammelte die Fotos schnell ein. Dann begann sie mit dem Verhör. Zum ersten Mal hatte Erik Gefühl mit dem was er getan hatte, das Falsche gemacht zu haben.

„Sie haben doch nicht etwa vor ohne mich angefangen?”

„Wir halten uns an die Gesetze des Staates!” Er lächelte und klopfte Erik auf die Schulter, sie redeten mehrere Stunden.

„Kann ich mal aufs Klo? Mir geht´s nicht gut. Die Luft ist etwas zu stickig!”

„Sicher! Weglaufen ist nicht, wir wissen wo du wohnst! Bennedikt sie gehen mit!” Sie lachten weitestgehend hatten sie sich geeinigt. Labbock hatte die Sache mit Mariechen nicht mehr erwähnt es gehörte auch nicht hier her und jetzt galt es auch wieder als Kathleens Fall, aufgrund der neu erbrachten Beweise…

„Sie können gerne mitkommen!” Erik verzog keine Miene.

”Nein ist nicht nötig!” Labbock lachte hämisch und das Bennedikt folgte Erik. Er sah nicht zurück und auch nicht hinter sich. Die Toilette hatte drei kleine Abschnitte, Waschbecken und einzelne Klos. Erik wählte die letzte mit den milchigen Glasfenster. Bennedikt hielt sich bei den Waschbecken auf und Erik schloss ab. Wieso Caroline ihr Versprechen gebrochen hatte,  war sie gegen ihn nach allem was sie geschworen hatten, wie konnte sie ihm nur weh tun. Es war wichtig schnell eine Lösung zu finden. Nervös ging er auf und ab. Labbock würde sicher mit irgendeinem Trick was deichseln. Caroline hatte ihn verraten. Eine innere Stimme rief ihn an auf den Boden zu schauen, dort sollte er die Lösung und Ruhe finden die er brauchte. Das Einzigste was er sah waren seine Schuhe. Dann setzte er sich auf die Toilette und legte seinen Fuß auf den Oberschenkel des anderen Beines. Aus der Untersten Seite der Schuhsohle über der Gummibeschichtung zog er eine Rasierklinge hervor. Seit ein paar Monaten hatte er die seltsame Angewohnheit, spitze und scharfe Gegenstände in den Schuhen zu verstecken. Mit allem konnte man irgendwie ein Schloss knacken. Er krempelte die Ärmel seines Hemdes hoch und setzte senkrecht an.

Labbock und Paulsen hatten ein volles Geständnis, er hatte nicht viele Probleme gemacht, wie früher wo gar nichts gesagt hatte. Jetzt war es um so mehr. Sie trafen Vereinbarungen und die Sache war gegessen. Erik war jetzt 15 Jahre und für die 13 gestanden Brüche hatte er zwischen 3 bis 14 Monaten Jugendknast zu erwarten, trotz seiner Kooperation. Sie warteten 5 Minuten, 10 Minuten, 13 Minuten. Paulsen dachte nach Erik´s Aussage war präzise gewesen, jedoch nur wenn man nachbohrte und das Einzigste was gefehlt hatte waren ein paar Lebensmittel. Schwer verstellbar bei so einem Hänfling.

Katleen glaubte sich verguckt zu haben als Erik an ihr vorbei ging, sah sie es in seinen Augen und es war ein kalter Blick der sie erschaudern lies und ein ungutes Gefühl brachte. Sie unterhielt sich gerade mit Sandra Waldorf. Die fünf Minuten für den Toilettengang schienen Bennedikt sehr lang, als da dieses Geräusch war. Er sah bei den Waschbecken nach. Plink, plink, plink, plong. Nichts. Als nächstes vermutete er ein defektes Heizungsrohr und neugierig untersuchte er die Sache. Plink, plink, plong. Das Geräusch wurde lauter je dichter er den Toiletten kam und er sah die Schweinerei . Die Tür war verschlossen. „Hey Junge! Mach auf!”. Dann rief er nach Hilfe und versuchte es ihn von der Nebentoilette zu erreichen. Ihm würde man die Schuld geben. Er sollte auf den Jungen acht geben, aber damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Sie banden ihm die Wunden ab, sprachen ihm Mut zu. Sie legten ihn auf die Seite. Katleen hielt ihn ruhig, als der Schock einsetzte. Bewusstlos lag er im Blut bis der Notarzt kam. Die Aufruhr hatte auch Paulsen und Labbock aufmerksam gemacht wie sollten sie die Sache erklären und vorallem wer war für das was passierte verantwortlich.

Im Krankenwagen wachte Erik kurz auf, er versuchte sich von den Verbänden zu befreien, doch seine Kraft reichte nicht aus. Zu dem verhinderte einer der Sanitäter schlimmeres. „Hör auf Junge! Warum machst du das? Ist doch schwachsinnig ! Aber keine Angst wir kriegen dich durch das schwör ich dir!” Der Sanitäter stellte ihn ruhig indem er ihn an der Trage fesselte. „Nein! Nein ! Ich sag nichts!” ,lispelte Erik bevor er weg trat. „Ja klar du sagst nichts das wünscht du dir! Aber da bist du an der falschen Adresse!” Er sah sich sein Gesicht an, es war eine Schande.

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